Was kann die Therapie für unsere Patienten leisten?

Abb.: Wintergarten/Gruppenraum
Im Zentrum der Therapie steht das Bilanzziehen über das bisherige Leben und die plausible Bedingungsanalyse des ”Hineinschlitterns“ in die Alkoholkrankheit. Das Wissen über die Krankheit und deren Folgeerscheinungen sowie über die Strategien zur Aufrechterhaltung der Abstinenz werden vermittelt.
Wir verstehen unsere Aufgabe darin, unseren Patienten mit Respekt zu begegnen, sie ein Stück ihres Lebensweges zu begleiten. Nicht die Defizite und Fehler sollen in den Mittelpunkt gerückt werden, sondern die Stärken und Fähigkeiten werden aufgezeigt.
Unser therapeutisches Angebot umfasst:
- Visite sowie allgemeinmedizinische und fachärztliche Einzelsprechstunde
- Betreuung durch das Pflegeteam (medizinisch, organisatorisch, Krisenintervention)
- Einzelpsychotherapie
- Gruppenpsychotherapie
- S.T.A.R.-Programm (Rückfallprävention nach Körkel/Schindler)
- Psychologisch-Themenzentrierte Gruppe (DDr. Jenner)
- Medizinische Informationsgruppe (in der Christian-Doppler-Klinik)
- Ergotherapie und selbständiger Arbeiten in der Werkstatt
- Sport und Unterstützung bei individuellem Training in und außer Haus
- Arbeitstherapie (Mitarbeit in Küche, Haus und Garten)
- Angehörigengruppe (auch nach der stationären Therapie möglich)
- Autogenes Training
- Fachvideos
- Unterstützung bei der Arbeitssuche (in Zusammenarbeit mit dem AMS auch im Haus)
- Gemeinsame Aktivität (Freizeitgestaltung in der Gruppe)
- Patientenforum (Selbstorganisationsfähigkeit des Einzelnen in der Gruppe)
- Hausforum (Therapierückblicke, Organisatorisches)
- Erprobungstage (Alltagserprobung, Erledigungen, individuelle Freizeitgestaltung)
- Nachsorge bzw. Selbsthilfegruppenbesuche
- Übergabegespräche (Patient, Therapeut und Nachbetreuer)
Was geschieht bei einem Rückfall?
Wird ein Patient während der Therapie rückfällig (Alkomat und Urinproben werden routinemäßig durchgeführt) bedeutet dies nicht automatisch die Entlassung. Wir versuchen in Zusammenarbeit mit dem Patienten dieses ”therapeutische Fenster“ zu nutzen und die Therapie neu abzustimmen (was hat noch gefehlt?). Wir unterscheiden zwischen ”Rückfall“ und ”Vorfall“. Letzteres bedeutet, dass nach gelungener Bewältigung die Abstinenz fortgesetzt werden kann.Wie geht es nach der Therapie weiter?
In der Übergangsphase und in Krisensituationen bieten wir telefonische und persönliche ambulante Kontakte an. Ganz besonders werden der regelmäßigen Besuch von Nachsorge- bzw. Selbsthilfegruppen zur Stabilisierung der Abstinenz empfohlen. Ehemaligen Patienten unserer Einrichtung stehen die hauseigenen Nachsorgegruppen zur Verfügung:Dienstagsgruppe:
jeden Dienstag (ausgenommen Feiertage) von 19.00 bis 21.00 Uhr
Leitung: Mag. Maria Hufnagl (Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin)
Donnerstagsgruppe:
jeden Donnerstag (ausgenommen Feiertage) von 19.00 bis 21.00 Uhr
Leitung: Mag. Monika Oitner (Klinische Psychologin und Gesundheitspsychologin)
Angehörigengruppe:
jeden letzten Freitag im Monat (ausgenommen Feiertage) von 14.00 bis 16.00 Uhr
Leitung: Mag. Caroline Weinlich (Klinische u. Gesundheitspsychologin)



