Kontakt Sitemap Impressum
FAQ - Frequently Asked Questions




 Was ist Sucht?

"Sucht ist ein unabweisbares Verlangen nach einem bestimmten Erlebniszustand. Diesem Verlangen werden die Kräfte des Verstandes untergeordnet. Es beeinträchtigt die freie Entfaltung einer Persönlichkeit und zerstört die sozialen Bindungen und sozialen Chancen eines Individuums" (Wanke)

 Ab welcher Konsummenge bin ich alkoholkrank?

Es ist weniger die Menge, die für die Frage der Alkoholabhängigkeit entscheidend ist, sondern ob trotz negativer Folgen für die Gesundheit, die Familie, den Beruf ... weiter am Trinkmuster festgehalten wird. Die WHO geht von einem schädlichen Konsum ab einer täglichen Menge von 60 mg (3 Bier) bei Männern und 40 mg (2 Bier) bei Frauen aus. Diese Mengenangabe darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Auswirkungen des Alkoholkonsums auf den einzelnen stark von der individuellen Reaktion abhängig sind.

 Was sind die häufigsten Symptome des körperlichen Entzugs?

Am bekanntesten sind häufiges Schwitzen (v.a. auch nachts), Zittern in den Händen sowie innere Unruhe. Gelegentlich kann es auch zu Verwirrtheit kommen. Bei Auftreten von Entzugserscheinungen, ganz besonders jedoch bei Verwirrtheitssymptomen, ist unbedingt ein Arzt beizuziehen. Im Entzug besteht auch die Gefahr von epileptischen Anfällen.

 Stimmt die häufig gehörte Äusserung: "einmal süchtig – immer süchtig?"

Die Erfahrung zeigt, dass die Alkoholkrankheit beim strikten Einhalten einer ”alkoholfreien Diät“ am besten in den Griff zu bekommen ist. In den meisten Fällen führte auch nach langen Jahren der Abstinenz der Versuch, ”kontrolliert“ zu trinken, wieder in das früher gewohnte Trinkmuster zurück, weshalb ein gänzlicher Verzicht auf Alkohol bislang ohne echte Alternative geblieben ist.

 Ist alkoholfreies Bier für Alkoholkranke eine Alternative?

Ist für einen gesunden Autofahrer das ”alkoholfreie Bier“ zumeist ein Weg mäßigen Biergenuss mit Fahrtauglichkeit zu verbinden, ist dieses Getränk für alkoholkranke Menschen NICHT GEEIGNET. Zum einen enthält auch das sogenannte ”alkoholfreie Bier“ geringe Mengen Alkohol und zum anderen lässt es durch die optische und geschmackliche Nähe zum normalen Bier schnell Verlangen nach diesem wach werden.

 Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es?

Die Behandlungsmöglichkeiten für Abhängigkeitserkrankungen sind vielfältig. Grundsätzlich kann festgestellt werden: Je früher im Krankheitsverlauf Hilfe in Anspruch genommen wird, umso weniger aufwändig sind die therapeutischen Maßnahmen. Diese sind:
  • Gespräche mit und Behandlung beim HAUSARZT
  • Besuch von SELBSTHILFEGRUPPEN der Anonymen Alkoholiker und des Blauen Kreuzes bzw. beim Blauen Kreis;
  • gezielte Alkoholberatung beim SOZIALMEDIZINISCHEN DIENST bei der Salzburger Landesregierung (0662/ 8042/ 3599)
  • ambulante medizinische Maßnahmen an der ALKOHOLAMBULANZ der Christian-Doppler-Klinik (0662/ 4483..0)
  • stationäre körperliche ENTGIFTUNG an der Christian-Doppler-Klinik (0662/ 4483..0)
  • stationäre ENTWÖHNUNG in den Salzburger Sonderkrankenhäusern (siehe diese Homepage)
  • NACHBEHANDLUNG in speziellen Gruppen, beim Hausarzt, beim Sozialmedizinischen Dienst und in den Sonderkrankenhäusern

 Stimmt es, dass die meisten nach einer Therapie wieder rückfällig werden?

Jeder, der sein Suchtproblem in den Griff bekommen will, hat eine wirkliche Chance dazu. Die Erfolgsraten liegen bei ca. 50% nach einem Jahr, können aber mit gezielten Nachsorgemaßnahmen auf bis zu 90% gesteigert werden (siehe Ausführungen zum Behandlungserfolg auf dieser Homepage).

 Welches sind die ersten Notfallmaßnahmen bei einem Rückfall?

  • Trinkmuster unterbrechen
  • Trinksituation verlassen
  • mit jemanden darüber reden (Vertrauensperson)
  • fachliche Unterstützung suchen:
    • Alkoholambulanz 0662/ 4483..0
    • Sozialmedizinischer Dienst 0662/ 8042/ 3599 od. direkt den Betreuer
    • Sonderkrankenhäuser:
      • Weizensteinerstraße: 82 42 03
      • Ignaz-Harrer-Straße 43 14 50 13
  • Nachsorge- bzw. Selbsthilfegruppen aufsuchen

Landesverband Sonderkrankenhäuser Landesverband Sonderkrankenhäuser Wohneinrichtungen Drogenberatung Substitutionsstelle