In den frühen Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts wurde in der Ignaz-Harrer-Straße das Haus Nr. 90 gebaut, welches für alkoholgefährdete Mitmenschen Möglichkeiten einer alkoholfreien Freizeitgestaltung bot.
Nach Kriegsende übernahm die neu gegründete „Landesstelle gegen Alkohol- und Tabakgefahren“ diese Arbeit und erweiterte das Hilfsangebot um konkrete Hilfen für Alkoholkranke und deren Familien (finanzielle Landeshilfe, Müttererholung etc.). Auch die Landbezirke wurden durch fixe Amtstage betreut.
Anfang der 60er Jahre wurde das Haus Ignaz-Harrer-Straße 90 umgebaut und ab 1962 als Therapieeinrichtung für Alkoholkranke aller Salzburger Bezirke geführt.
1968 erfolgte die Umbenennung der Landesstelle gegen Alkohol- und Tabakgefahren in den „Landesverband für Psychohygiene im Bundesland Salzburg“ . Das Wohnheim wurde in ein „Genesungsheim für alkoholkranke Männer“ umgewidmet und 1979 in der Weizensteinerstraße zusätzlich ein „Genesungsheim für alkoholkranke Frauen“ errichtet.
Im Jahre 1980 wurde die Drogenberatungsstelle „Jugendhilfsdienst“ unter anfänglicher Mitarbeit von Kath. Aktion, Rettet das Kind, des Psychologischen Institutes der Universität Salzburg und der Kinderfreunde gegründet, später als Einrichtung des Landesverbandes weitergeführt.
1985 entstand in St. Veit i. Pongau ein Wohnheim , das Patienten aus den Landgemeinden zur Verfügung gestellt wurde (1987 Übersiedlung nach Schwarzach).
1987 erhielten die beiden Genesungsheime den Krankenhausstatus und werden seither als Sonderkrankenhäuser für Alkohol- und Medikamentenabhängige geführt.
Als Hilfe zur sozialen Wiedereingliederung nach einer stationären Entwöhnungsbehandlung wird seit 1994 in der Ignaz-Harrer-Straße eine sozialpsychologische Wohngemeinschaft geführt.
Anfang 2003 konnte auf Wunsch des Landes eine Substitutionsstelle für Opiatabhängige (inklusive psychosozialer Begleitbetreuung) in der Auerspergstraße in Betrieb genommen werden.
Der Aufgabenbereich in der Suchtbekämpfung wächst ständig. Die Betreuung und Behandlung von Alkoholkranken wurden ergänzt durch Prophylaxe und Nachbetreuung. Später kamen die Drogenberatung und zuletzt die Substitution hinzu. Diese Erweiterungen führten dazu, dass sich der Budgetumfang seit 1979 verfünffacht hat. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf über 50 Personen.



