Kontakt Sitemap Impressum
Sucht und Drogen

Drogenkonsum ist nicht gleichbedeutend mit Sucht. Kommt es durch Missbrauch oder Abhängigkeit zu Problemen, ist die unvoreingenommene und möglichst individuelle Unterstützung der Betroffenen unsere Aufgabe.


Was ist Sucht?

Sucht entsteht in einem dynamischen Prozess, der sich von Genuss über Missbrauch bis hin zu Abhängigkeit entwickelt. Während beim unschädlichen Genuss psychoaktiver Substanzen der Konsum selten erfolgt, man sich dafür Zeit nimmt, die Kontrolle über Beginn, Beendigung und Menge behält, in unpassenden Situationen darauf verzichten kann und die Wirkung angenehm ist, dient beim Missbrauch der Konsum der Problembewältigung z.B. um mit Trauer fertig zu werden, Ärger oder Stress abzubauen oder selbstbewusster zu sein. Die Kontrolle über Beginn, Menge und Beendigung geht zunehmend verloren, der Konsum erfolgt auch in unpassenden Situationen und bestimmte Belastungen werden ohne den Konsum nicht mehr ausgehalten. Bei der Sucht schließlich erfolgt der Konsum aufgrund einer überwältigenden, scheinbar unbeherrschbaren und unkontrollierbaren Gier. Dieser Zwang führt auch zum Konsum in völlig unpassenden Situationen und wird auch trotz negativer Konsequenzen wie gesundheitliche Beeinträchtigung, Konflikte in sozialen Beziehungen oder am Arbeitsplatz fortgesetzt. Die Beschaffung der Substanz und deren Konsum werden zum Mittelpunkt des Daseins. Obwohl Versuche aufzuhören scheitern und das soziale Umfeld die Abhängigkeit erkennt, wird diese noch lange Zeit zu verbergen versucht und bagatellisiert.

Legale / illegale Drogen

In Österreich wird durch das Suchtmittelgesetz bestimmt, welche Substanzen als „verbotene“ Drogen gelten. Diese Unterscheidung in legale und illegale Substanzen trifft keine Aussage über mögliche gesundheitliche Auswirkungen und das Suchtpotential der jeweiligen Substanzen.

Drogenwirkung

Allgemein gültige Aussagen, wie einzelne Drogen wirken, sind nur eingeschränkt möglich. Neben der spezifischen Wirkung eines Stoffes bestimmen weitere Faktoren die Drogenwirkung. Neben Stärke und Menge der konsumierten Droge beeinflussen auch der momentane körperliche und seelische Zustand eines Menschen wie auch seine Einstellung der Droge gegenüber und der Zeitfaktor die Substanzwirkung. Ein zusätzliches Merkmal verschiedener Drogen ist das Potential körperliche und/oder seelische Abhängigkeiten zu erzeugen. Informationen über einzelne Drogen, ihre Wirkungen und Risiken finden Sie auf den Webseiten von BAS und ChecKiT.

Drogenberatung und Substanzen

In unserer Einrichtung BERATEN wir vor allem zum Thema illegale Substanzen. Als Schwerpunkte gibt es zum Einen die großen Gruppen der Opiatabhängigen, der politoxikomanen KonsumentInnen und der CannabiskonsumentInnen, zum Anderen steigt in den letzten Jahren die Zahl der Beratungen in Zusammenhang mit halluzinogenen Stoffen und Designerdrogen, auch Kokain- und AmphetaminmißbraucherInnen suchen unsere Beratungsstelle auf.

Alkohol

Obwohl der Konsum von Alkohol in der Suchtproblematik unserer Klienten auch vorkommt, vermitteln wir Beratungen in Zusammenhang mit ausschließlicher Alkoholsucht an spezielle Einrichtungen:

Landesverband Sonderkrankenhäuser Landesverband Sonderkrankenhäuser Wohneinrichtungen Drogenberatung Substitutionsstelle